Elsterwerda feiert seinen Wirtschaftsstandort
Das 20. Frühlingsfest in Elsterwerda hat mehrere Zehntausend Besucher angelockt. Das Jubiläum war Anlass zu einem Rückblick und bot abwechslungsreiche Angebote. Foto: vrs1

Den Rückblick gab es bereits am Samstagvormittag beim Podiumsgespräch. Akteure der zurückliegenden und aktuellen Jahre aus Politik und Wirtschaft waren dabei, unter ihnen Jens Zwanzig, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster. Altbürgermeister (1975-1991) Wolf-Dieter Schwarz war zum Jubiläum extra aus Schwerin angereist, wo er seit sieben Jahren wohnt. Er berichtete von den damaligen Umständen, Möglichkeiten, aber auch Zwängen vor der Eröffnung des Gewerbegebietes Ost. Beinahe hätten archäologische Funde das Gewerbegebiet an diesem Standort verhindert.

Grundsteinlegung für das Gewerbegebiet war dann am 2.10.1990 mit Bürgermeister Wolf-Dieter Schwarz und dem damaligen letzten Innenminister der DDR Dr. Peter-Michael Diestel. Erste Aktivitäten waren der Bau des Toyota Autohauses Günter Wierschin, des Elstercenters, des Milchwerkes der Gebr. März AG und des Klärwerkes durch die COWAG. Sieben Jahre später, am 19.04.1997, luden elf Firmen zu einer Gemeinschaftsaktion, die sowohl den Status eines Volksfestes als auch Messecharakter tragen sollte, zum Gewerbegebietsfest mit dem Namen "Frühling 97".

20. Frühlingsfest in Elsterwerda 20. Frühlingsfest in Elsterwerda 20. Frühlingsfest in Elsterwerda
Bilderstrecke Esterwerda | 18.04.16
20. Frühlingsfest Elsterwerda

Für weitere gemeinschaftliche Aktivitäten bedurfte es einer geeigneten Rechtsform. So wurde im selben Jahr am 23.09.1997 zur Gründungsveranstaltung der Werbegemeinschaft Industrie- und Gewerbegebiet Elsterwerda Ost e.V. eingeladen. Erster Vorstandsvorsitzender war Günter Wierschin. Ein Jahr später, zum 2. Frühlingsfest, waren es schon 25 aktive teilnehmende Unternehmen. Zum 3. Frühlingsfest 1999 wurden bereits 40 000 Besucher gezählt.

Konstant zieht die Gewerbeschau mit Unterhaltungscharakter seit 20 Jahren an den drei Tagen jährlich mehrere Zehntausend Besucher in die Stadt. Das Industrie- und Gewerbegebiet ist zu einem einladenden Schaufester für die Stadt geworden. Allein etwa 1500 Mitarbeiter sind in den etwa 80 ansässigen Unternehmen beschäftigt. Somit ist und bleibt dieser Wirtschaftsstandort der Wirtschaftsmotor für die Stadt Elsterwerda, so Bürgermeister Dieter Herrchen.

Die Erwartungen an das diesjährige Jubiläumsfest waren verständlicherweise besonders hoch. So ist es zum Beispiel gelungen, aus der Partnerstadt Vreden die Schuhmanufaktur Wessels mit einer noch nie da gewesenen Ausstellung mit den größten von Menschen getragenen Schuhen der Welt zu gewinnen. Köstliches Naklo-Bier wurde von der Brauerei Krajan aus Polen geliefert.

Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit Verlauf und Zuspruch zum Fest.